Tourplanung
Hier findet Ihr ein paar Tipps und Hinweise zum Thema Tourplanung.
Ich hoffe, sie helfen Euch, eine nette Tour zu planen.
Wenn Ihr meint, dass hier noch etwas fehlt, so schickt mir eine kurze Mail.
Der Anfang
Bevor mit der Planung einer Tour begonnen wird,
sollten einige Fragen geklärt werden:
- wann findet die Tour statt
- wie ist der zeitliche Rahmen der Tour
- wohin soll es gehen (Region)
- welche Zielpunkte, Zwischenstationen sollen angefahren werden
- wieviele Motorräder fahren mit
- wie setzt sich die Gruppe zusammen
- ... ?
Je nach Antwort ergeben sich andere Schwerpunkte.
Dauer der Tour
Wie lange eine Tour dauern darf, hängt stark von der Zielgruppe ab.
Im Allgemeinen sollte darauf geachtet werden,
dass das Ende der Tour vor Beginn der Dunkelheit erreicht wird,
denn die Fahrt bei Dunkelheit liegt vielen Fahrern nicht.
Um die maximale Dauer für eine Tour abschätzen zu können,
sollte man die Uhrzeit des Sonnenuntergangs kennen.
Diese kann man hinreichend genau für jedes Datum für viele Orte in Deutschland
unter http://www.sonnenuntergang.de/ ermitteln.
Streckenkenntnis
Es empfiehlt sich,
jede Tour vorher einmal abzufahren.
Dies sollte an einem dem Tourtag vergleichbaren Tag geschehen,
d.h. findet die Tour an einem Sonntag statt,
so sollte die Tour auch Sonntags abgefahren werden.
Manchmal sind sonst recht freie Straßen gerade am Wochenende sehr stark befahren.
Dabei kann gleichzeitig der erstellte Tourplan überprüft werden.
Straßenkarten
Nachdem die Fragen beantwortet sind,
besorgt man sich möglichst aktuelles Kartenmaterial vom Zielgebiet.
Die Karten sollten mindestens ein Darstellung von 1:200.000
(1 cm auf der Karte sind 2 km auf der Straße),
besser 1:100.000 oder 1:50.000 besitzen.
In den Karten sind landschaftlich schöne Strecken meist mit einem grünen Rand markiert,
weitere Hinweise auf schönen Strecken finden sich ansonsten leider nicht in den Karten.
Ggfl. sollte zusätzlich ein PC-Tourplaner eingesetzt werden.
Dieser bietet den Vorteil, Details der Straßenführung genauer erkennen zu können
und Fahrzeiten (siehe Pausen)
und Strecken (siehe Tankstopps) gut berechnen zu können
und die Lage von Tankstellen zu kennen.
Bevor mit der Streckenführung begonnen wird,
sollte man sich in den Karten Bikertreffs,
Zielpunkte und bereits bekannte schöne Strecken markieren.
Gut zu wissen ist auch die Lage von Tankstellen.
Ggfl. kopiert man die Karte vorher.
Exkurs Bikertreffs
Bikertreffs ändern sich mitunter sehr schnell.
Hier einige Quellen, die auch nicht immer aktuell sind:
Nun kann mit einer Grobplanung der Tour begonnen werden.
Wer das durchfahrene Gebiet gut kennt, ist hier sicher im Vorteil.
Anfahrt
Da der Schwerpunkt einer Ausfahrt sicher eher im Zielgebiet als in der Anfahrt liegt,
ist eine schnelle Anfahrt meist angebracht.
Auch wenn das eigentliche Ziel sicher das Motorradfahren ist,
so sollte dies mehr im Zielgebiet wie im Weg dorthin stattfinden.
Je nach Lage des Zielgebietes kann ein zweiter Treffpunkt angeboten werden.
Kalkuliert genügend Zeit für dem Weg dorthin, damit die dort hinzukommenden
Mitfahrer nicht zu lange warten müssen.
Pausen
Eine Tour ohne Pausen ist anstrengend.
Die meisten Fahrer sind nunmal keine Leistungssportler.
Umgekehrt kommt bei zuvielen Pausen das Motorradfahren zu kurz.
Für die Bears-on-Bikes sollte alle ein bis anderthalb Stunden eine Pause eingeplant werden.
Es sollte bei jeder Tour auch an eine längere Pause mit einer Mahlzeit gedacht werden.
Als Pausenpunkte eigenen sich besonders Tankstopps, Bikertreffs
oder besondere Aussichtspunkte an der Strecke,
aber zur Not tut es auch ein einfacher Parkplatz.
Meist befindet sich mindestens ein Raucher in der Gruppe,
der über jede Pause dankbar ist.
Pausen sind für den Tourleiter eine gute Möglichkeit,
den Tourplan "umzublättern" bzw. den Kartenausschnitt zu wechseln.
Tankstopps
Es kann davon ausgegangen werden,
dass die Maschinen zu Beginn der Tour vollgetankt sind.
Die meisten Maschinen schaffen zwischen 200 und 300 Kilometern mit einer Tankfüllung.
Trotzdem nehmen vereinzelt auch Maschinen an den Ausfahrten Teil,
die nur 150 Kilometer mit einer Tankfüllung schaffen.
Also sollte spätestens alle 150 Kilometer ein Tankstopp eingeplant werden.
Ampeln
Ampeln trennen die Gruppe und verzögern die Weiterfahrt.
Sie lassen sich nie ganz vermeiden.
Aber jede Ampel weniger ist für die Tour ein Gewinn.
Ortschaften
Hier ist mit Passanten und Kindern zu rechnen,
es gibt Ampeln,
die Dichte an Fahrzeugen mitunter größer als außerhalb von Ortschaften
und es gelten Geschwindigkeitsbeschränkungen,
die den Fahrspaß deutlich trüben können.
Kleinstortschaften und Dörfern lassen sich kaum vermeiden,
alles andere sollte wenn möglich umfahren werden.
Straßentypen
Die Mischung macht's. Bei der Auswahl der Straßen hilft eine gute Ortskenntnis.
Autobahnen und Bundestraßen sind normalerweise für viel Verkehr ausgelegt
und werden auch entsprechend viel von befahren.
Die Verkehrsdichte ist hier oft hoch
und die Straßenführung ist für Motorradfahrer eher langweilig.
Bei Bundesstraßen gibt es aber auch Ausnahmen mit schönen Kurvenstrecken.
Landstraßen und Kreisstraßen sind hier schon interessanter,
führen aber meist durch Ortschaften und Dörfer.
Nebenstraßen sind das Salz in der Suppe eines Bikers.
Tourplan
Nachdem die genannten Punkte berücksichtigt wurden,
muß der Streckenverlauf irgendwie nachvollziehbar festgehalten werden.
Die Ausdrucke aus Routenplanern halte ich persönlich für die Verwendung auf einem Motorrad für ziemlich ungeeignet.
Egal, für welche Variante Ihr Euch entscheidet,
der Plan darf Euch während der Tour nicht ablenken.
Eure Konzentration gehört auf die Straße und auf die Gruppe.
Hier ein paar Tipps für den Tourplan:
- den Tourplan so gestalten, dass die wichtigen Punkte gut zu erkennen sind
- lieber eine größere Schrift verwenden und den Plan auf mehrere Seiten verteilen
- lieber einen Stopp mehr einlegen, um auf den Plan zu schauen
Jeder hat seine eigenen Vorlieben,
ich habe mit folgenden Plänen gut Erfahrungen gemacht:
- Straßenkarte (ggfl. Kopie) mit Markierungen
- mit Word erstellter Tourplan
- handschriftlicher Tourplan mit Abbiegehinweisen
- Speicherung der Tour im eigenen Kopf
Je nach verwendetem Tourplan ist die Kenntnis der Richtungen bei Abbiegevorgängen wichtig.
Die Straßenbeschilderung läßt sich dabei oft nicht aus den Karten herleiten.
Ich habe hier zumindest noch keine Systematik erkennen können
und bin immer wieder mit interessanten Ausschilderungen konfrontiert worden.
Ggfl. müssen diese beim Abfahren der Tour abgeglichen werden.
Dabei erkennt man auch sehr gut, wie gut man mit seinem Plan zurecht kommt,
und was man an dem Plan noch verbessern kann.
Wer kein Navigationsgerät sein Eigen nennt,
muß auf einen Tankrucksack oder einen Kartenhalter zurückgreifen.
Für Touren der Bears-on-Bikes kann ich beides auf Magnetbasis zur Verfügung stellen.
Straßenkarte
Wer die Strecke sehr gut kennt und nur den einen
oder anderen Hinweis während der Fahrt benötigt,
wird hiermit im Allgemeinen gut fahren.
| Vorteile |
Nachteile |
- Streckenverlauf ist gut nachvollziehbar
- Ausweichstrecken lassen sich recht schnell finden
|
- Abbiegepunkte sind zu klein und lassen sich während der Fahrt kaum erkennen
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mit Word erstellter Tourplan
Folgende Angaben müssen auf den Plan:
Abbiegepunkte mit Richtungsangabe (links/rechts/ggfl. auch geradeaus),
Beschriftung der Ausschilderung an Kreuzungen,
Bezeichnung der Straße.
Je nach Lage der Abbiegepunkte sind Kilometerangaben
oder markante Punkte sinnvoll.
Hilfreich kann die Angabe von Gesamtstrecke und Zeiten sein.
Hier ein Beispiel, wie es aussehen kann.
| Vorteile |
Nachteile |
- kann gut an andere Fahrer weitergegeben werden,
z.B. wenn die Gruppe in zwei Gruppen aufgeteilt wird
|
- Ausweichstrecken sind nicht möglich
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handschriftlicher Tourplan
Beim handschriftlichen Tourplan werden nur die wichtigen Punkte notiert.
Achtet dabei darauf, diesen Tourplan leserlich zu schreiben.
| Vorteile |
Nachteile |
- ist relativ schnell erstellt
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- Ausweichstrecken sind nicht möglich
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